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Energienews


02.10.2014

DEN fordert Maßnahmen statt Symbolpolitik

Das Deutsche Energieberater-Netzwerk DEN e.V. bezweifelt, dass es im Anschluss an den UN-Klimagipfel in New York gelingen wird, der weltweiten Klimaschutz-Debatte neuen Schwung zu verleihen.

„Es besteht die Gefahr, dass dieses Treffen am Sitz der Vereinten Nationen ein weiteres von vielen Beispielen für Symbolpolitik sein wird“, sagt der Vorsitzende des DEN, Dipl.-Ing. Hinderk Hillebrands. „Da treffen sich die üblichen Verdächtigen und versichern sich ihrer Sorge um die Zukunft der Menschheit, aber außer vollmundigen Warnungen geschieht nicht viel.“

Hillebrands fordert deshalb, schnell und konsequent einen globalen Handel für Emissionsrechte einzuführen. „Der Ausstoß von Treibhausgasen muss etwas kosten, will man ihn denn senken. Und die Preise müssen deutlich über denen liegen, die heute in der EU für Verschmutzungszertifikate gefordert werden. Aber dazu braucht es nicht nur Appelle, sondern politischen Mut!“ Der Ingenieur weist darauf hin, dass trotz der immer wieder geführten Klimadiskussion gerade in Deutschland die Braunkohleverstromung kaum abgenommen hat. „Es ist paradox – die erneuerbaren Energien sorgen hier für niedrige Strompreise an der Börse. Die wiederum benachteiligen die umweltfreundlicheren, aber teuren Gaskraftwerke und ermöglichen die weitere Nutzung der klimaschädlichen Braunkohle. Im letzten Jahr waren es 162 Milliarden Kilowattstunden Strom aus Braunkohle – mehr als aus allen erneuerbaren Quellen zusammen! Wir müssen aus dieser Logik endlich ausbrechen, sonst können wir unsere Klimaziele vergessen!“

Der DEN-Vorsitzende macht darauf aufmerksam, dass die Mehrheit der Deutschen den Verzicht auf die Braunkohleverstromung befürwortet: „87 % der Bundesbürger würden einen Ausstieg aus der Braunkohlenutzung gutheißen – das zeigen Umfragen. Auch der Weltklimarat ist dafür. Wer die Tagebaue in der Kölner Bucht oder in Brandenburg und Sachsen gesehen hat, ahnt, welchen Umweltfrevel wir hier in Deutschland begehen.“

Als weiteres Element einer klimafreundlichen Energiepolitik bezeichnet Hillebrands die konsequente Förderung von Einsparmaßnahmen. „Wenn wir in den nächsten Jahren und Jahrzehnten den Gebäudebestand in Deutschland energetisch optimieren, können wir einen wesentlichen Beitrag zur Minderung von Emissionen leisten. Dies und der Umstieg auf erneuerbare Energien könnte Deutschlands praktischer Beitrag zum Klimaschutz sein. Und der hätte international eine größere Signalwirkung als viele Konferenzen“, ist Hillebrands überzeugt.

www.den-ev.de




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